Amazon: Marken nennen nicht autorisierte Verkäufer illegal.

Eine Aufstellung, wie nicht autorisierte Verkäufer das Amazon Geschäft von Marken beeinträchtigen könnten. Amazon ist mit einem Problem konfrontiert, mit dem eBay bereits seit Jahren zu kämpfen hat: die Verbreitung von nicht autorisierten Drittanbietern (3P), die die Preise der weltweiten Top Marken unterbieten.

Marken & nicht autorisierte Verkäufer

Verkäufer bieten Online Konsumenten Waren von Guess Uhren bis hin zu LG-Fernsehgeräten und Adidas Sportkleidung zu niedrigsten Preisen an und verärgerte Amazon Lieferanten fordern vom weltgrößten Online Einzelhändler gegen nicht autorisierte Niedrigstpreise vorzugehen.

Bei eBay beschweren sich Markenhersteller oft über Nachahmungen, die von Drittanbietern angeboten werden.

Das Problem bei Amazon ist, obwohl die Waren authentisch sind, dass Verkäufer oft durch Schwachstellen in den Lieferketten an Waren gelangen und diese dann weit unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers anbieten.

Markenhersteller fordern deshalb von Amazon Hilfe, diese Verkäufer auszusortieren. Aber der Online Einzelhändler zieht es vor, sich lieber nicht einzumischen, wie verschiedene Führungskräfte dieser Marken mitteilten. Amazon lehnt eine Stellungnahme hierzu ab.

Amazon hat wenig Anreize diese Verkäufer zu disziplinieren, denn dies würde die äußerst lukrativen Drittanbieter-Markplätze beschneiden, sagen diese Führungskräfte.

Im zweiten Quartal 2013 steuerte dieser Bereich 40 % der Verkäufe bei und lieferte einen großen Schub für Wachstum von Umsatz und Marge.

Diese Plattformen für unabhängige Verkäufer unterscheiden sich von Amazons traditionellem Online Geschäft, bekannt als Amazon Vendor Central (Erstanbieter, 1P), wo das Unternehmen Produkte von Herstellern zu Großhandelspreisen einkauft und diese dann selbst online verkauft.

Die Wall Street wird über Amazons 3P Wachstum begeistert sein, aber es handelt sich hier um einen außer Kontrolle geratenen Güterzug,

sagt Wes Shepherd, Chef von Channel IQ, ein Unternehmen, das Markenherstellern hilft Online Preise und Online Verkäufer zu überprüfen.

Amazon ist so groß, dass Markenherstellen eine Notwendigkeit sehen, dort zu verkaufen, aber irgendwann wird es zum Zusammenbruch kommen,

fügt er hinzu.

Viele große Marken sind ziemlich frustriert und beschränken gerade ihr Geschäft mit Amazon.

Mit 3P Verkäufen erzielt Amazon Bruttomargen von 90 bis 100 %, während das traditionelle Einzelhandelsgeschäft, nach Schätzungen von Nomura, Bruttomargen von etwa 20 % aufweist.

Aufspüren nicht autorisierter Verkäufer

Um die empfohlenen Mindestpreise durchzusetzen, verkaufen Markenhersteller ihre Produkte nicht mehr an jene Distributoren und Händler, die den Mindestpreisen nicht zustimmen. Wenn aber nicht autorisierte Verkäufer ohne Wissen des Herstellers an dessen Produkte gelangen, wird es schwierig.

Nicht autorisierte Verkäufer sind auch auf eBay aktiv, da aber eBay nicht auf fabrikneue Produkte spezialisiert ist, wo Preise von großer Bedeutung sind und nicht mit den rechtmäßigen Anbietern in direkte Konkurrenz treten, sind die Markenhersteller hier weniger besorgt über Waren, die zu weit heruntergesetzten Preisen angebotenen werden.

Im Gegensatz dazu überschreitet Amazon eine Linie, da das Einzelhandelsgeschäft auf Markenherstellern beruht, die Amazon mit Produkten versorgen, während aber das 3P Geschäft, um zu florieren, viele Verkäufer benötigt, die über den Preis konkurrieren.

Amazon muss sich mit seinen Lieferanten auseinandersetzen,

sagte Scott Tilghman, Analyst bei Caris & Co.

Sie werden sagen: Wir erkennen an, dass Drittanbieter gegen Regeln verstoßen, aber wir können dies nur in bestimmten Maßen überwachen.

Er fügt hinzu:

Abhängig vom Umfang der Verstöße könnte dies empfindlich das 3P Wachstum dämpfen.

Einige Marken, einschließlich der Messerschmiede Koch Wüsthof, stoppten ihren Warenverkauf an Amazon, nachdem Produkte unter dem beworbenen Mindestpreis angebotene wurden.

Als Koch Wüsthof sich beschwerte, berief sich Amazon auf die Konkurrenz von Drittanbietern, so Todd Myers. Myers sagte, Amazon habe Koch Wüsthof nahegelegt, selbst gegen diese Drittanbieter vorzugehen.

Andere, wie Swiss Gourmet, haben mit Geschäftsabbruch gedroht, sofern Amazon nicht gegen Preisnachlässe und nicht autorisierte Drittanbieter vorgeht. Ralph Lauren Corp, Hugo Boss AG und Guess Inc haben sich alle kürzlich über nicht autorisierte Verkäufer beschwert.

Die Adidas AG plante diejenigen Händler von Warenlieferungen auszuschließen, die Produkte auf Amazon und / oder eBay anbieten. LG Electronics USA startete eine neue Preispolitik und wird jene Händler ausschließen, die sich nicht an die vorgegebenen Wiederverkaufspreise halten.

Es ist nicht einfach, die Anzahl der Drittanbieter einzugrenzen

Koch Wüsthof hatte zum Beispiel seine Geschäftsbeziehung zu einem Händler namens Abe‘s of Maine abgebrochen. Aber Abe‘s war in der Lage, Koch Wüsthof-Artikel von anderen Distributeuren zu erhalten und weiter auf Amazon zu verkaufen. Auf Anfrage von Reuters bestätigte ein Abe‘s-Vertiebsmitarbeiter Myers Bericht.

Abe‘s of Maine verkauft nach wie vor als Drittanbieter Koch Wüsthof-Artikel auf Amazon.

Sie können versuchen, was sie wollen, wir werden deren Produkte dennoch verkaufen,

sagte ein Abe-Mitarbeiter, der vorgab ein Vertriebsmitarbeiter namens Lawrence zu sein, es jedoch ablehnte, seinen Nachnamen zu nennen.

Nicht autorisierte Verkäufer verifizieren

Es ist schwierig in Erfahrung zu bringen, wie viele nicht autorisierte Online Verkäufer es gibt. Aber diese Händler aufzuspüren wird Markenhersteller in zunehmendem Maße beschäftigen, sagen E-Commerce Experten.

Seit ChannelIQ seinen Beobachtungsdienst im Jahr 2009 startete, haben etwa 200 Hersteller diese Dienstleistung genutzt, darunter LG Electronics und Weber Grills.

Als ChannelIQ begann, gab es vor allem Beschwerden von Kunden über angebotene Produktfälschungen auf eBay. EBay nahm dieses Problem mit dem Programm VeRO in Angriff.

Damit wird Markenherstellern die Möglichkeit geboten, verdächtige Listungen überprüfen zu lassen und gegebenenfalls zu löschen.

Im Jahr 2010 verlagerte sich der Brennpunkt Richtung Amazon.

Im Jahr 2011 wurden die Beschwerden immer lauter. Und im Jahr 2013 wurde es hektisch,

sagte Shepherd von Channel IQ. Gerard Florendo, Marketing Analyst, sagte, dass Drittanbieter soviel günstiger auf Amazon anbieten können, weil deren Gemeinkosten soviel niedriger sind.

Wir werden es immer und immer wieder betonen, wenn wir überzogene Preisnachlässe bei Wiederverkäufern entdecken, sagte er.

Aber wir haben keine Polizei, dies durchzusetzen. Wir erweiteren diesbezüglich gerade unsere Ressourcen.

Mark Harris, Präsident Swiss Gourmet, verbringt seine Wochenenden damit, nach Drittanbietern zu suchen, die Produkte unter den Mindestpreisen anbieten.

Swiss Gourmet hat vor Kurzem die Geschäftsbeziehung zu zwei Händlern abgebrochen, die weit unter dem beworbenen Mindestpreis verkauft hatten.

Amazon: Marken nennen nicht autorisierte Verkäufer illegal.

Einige größere Marken wie Sony Corp, haben mehr Erfolg. Der japanische Elektronikriese beendete die Geschäftsbeziehung mit Abe’s of Maine und stoppte auch die Belieferung von Händlern.

Sony bestellte die eigenen Produkte bei Abe‘s und ließ diese in seine Büros versenden. Dann überprüfte man dort die Seriennummern und benutzte diese Informationen, um herauszufinden, welcher Großhändler an Abe’s verkauft hatte.

Sie drohten dann den Großhändlern keine Produkte mehr an sie zu verkaufen,

sagte der Abe-Vertriebsmitarbeiter. Von Sony gab es hierzu keine Stellungnahme.

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Alexander hilft Marken, das Beste aus ihrer Geschäftsbeziehung mit #Amazon herauszuholen.

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