Amazon Kunden: Darum geht es beim größten Onlinehändler der Welt.

Transformation der Amazon Kunden zu Prime Mitgliedern, zunehmend substituierbare Angebote, steigendes Bewusstsein von Marken ihr Wertversprechen gegenüber Amazon Kunden einzulösen und die Ausrichtung von Produktinhalten auf mobiles Einkaufen, werden die beherrschenden Themen in 2016 sein. Können es sich Marken und Händler leisten, auf Amazon zu verkaufen? Können Sie es sich leisten nicht auf Amazon zu verkaufen?

Marken wie Händler werden mit diesem Paradoxon tagtäglich konfrontiert. Welche Änderungen und Anpassungen plant der E-Commerce Gigant in diesem Jahr und auf welche Weise werden diese Trends auf Marken und Händler wirken, die Produkte auf dem Amazon Marketplace listen?

Amazon Kunden: Einkaufserlebnis Onlinehandel

Amazon ist ständig und permanent dabei, sich den Veränderungen im Verhalten seiner Kunden anzupassen. Diese Veränderungen sind einerseits von der fortlaufenden Innovation der Neuen Medien geprägt, die zudem in ihrer Akzeptanz und Anwendung zumeist nicht vorhersehbar sind. Andererseits trägt Amazon der Innovationskraft dieser Neuen Medien damit Rechnung, dass für Amazon nach wie vor Tag 1 ist, auf dem Weg das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden.

Trends sind in der Regel etwas, das von kurzer Lebensdauer ist. Auch bei Amazon sind sie bei genauerem Hinschauen zu beobachten, aber sie sollen heute nicht mein Thema sein. Vielmehr möchte ich vier Überlegungen anstellen, die für Marken und Händler auf dem Amazon Marketplace auch über 2016 hinaus an Bedeutung gewinnen werden: Die Transformation der Amazon Kunden zu Prime Mitgliedern, die steigende Anzahl substituierbarer Angebote, ein zunehmendes Bewusstsein bei Marken ihr Wertversprechen gegenüber ihren Amazon Kunden einzulösen und die Ausrichtung von Produktinhalten auf mobiles Einkaufen.

Amazon 2016: Der Druck auf Amazon Händler wird sich verschärfen

Hier folgen vier Überlegungen, denen jeder, der mit Amazon zusammenarbeitet, in 2016 Aufmerksamkeit schenken sollte:

1. Der Erfolg von Amazon Prime wird Versand durch Amazon unabdingbar machen

Amazon Prime hat eine kritische Masse erreicht. Mit der Bewerbung von Amazon Prime via TV, dem Wachstum bei Amazon Prime Video und der raschen Expansion von Amazon Prime Now, gibt es in Deutschland aktuell so viele Amazon Prime Mitglieder wie nie zuvor. Für Händler bedeutet dies, dass Versand durch Amazon (FBA) ein wesentlicher Faktor werden wird. Amazon Kunden erwarten von Angeboten, dass sie via Prime verfügbar sind und werden Nicht Prime Angebote übergehen oder diese Angebote gänzlich aus ihren Such- und / oder Browseergebnissen herausfiltern.

Versand durch Amazon: Online Einkaufserlebnis
Versand durch Amazon:
Online Einkaufserlebnis

2. Mit steigender Anzahl substituierbarer Angebote gewinnt Differenzierung an Bedeutung

Eine weitere Entwicklung, der eine gewisse Aufmerksamkeit angedeihen sollte, ist mit dem sogenannten Alibaba Effekt beschrieben. Jeder kann heutzutage irgendein gewöhnliches Produkt beziehen. Als Resultat gab und gibt es in diesem Bereich spürbare Zunahmen von Marketplaceangeboten. Dies gilt insbesondere für langlebige Gebrauchsgüter in Kategorien wie z. B. Sportartikel, Küche und Haushalt.

Zu dieser neuen Welle von Händlern sind gleichfalls Hersteller in Übersee zu zählen, die zum Teil direkt an Amazon Kunden verkaufen und zwar zumeist unter den üblichen Marktpreisen für Nicht Markenprodukte. In diesem Zusammenhang muss ebenfalls mit einem Anstieg bei gefälschten Markenprodukten gerechnet werden.

Die Schlüsselaufgabe für Marken und Händler wird sein, zum einen das Amazon System zu meistern und andererseits sicherzustellen, dass ihre Angebote herausstechen und sich abheben in einem zunehmend überfüllten und wettbewerbsintensiven Marketplace. Das Wertversprechen muss klar sein und seinen Nachhall beim Kunden finden.

Kundenrezensionen: Online Einkaufserlebnis
Kundenrezensionen:
Online Einkaufserlebnis

3. Wenn Marken durchgreifen, werden Händler Druck spüren

Eine weitere Prognose für 2016 ist, dass Händler, die gegen andere Händler des gleichen Markenproduktes um das Einkaufswagen-Feld (Buy Box) konkurrieren, möglicherweise mit Widerspruch ihrer Markenpartner rechnen müssen. Marken wird in zunehmendem Maße bewusst, welchen massiven Einfluss Amazon auf Kunden hat, und zwar über die zumeist verschiedenen Vertriebskanäle hinweg.

Marken werden daher immer öfter feststellen, dass die Förderung (und Bewahrung) des Markenwertes auf Amazon zumindest genauso wichtig sein kann, wie die Steigerung von Umsätzen. Daher werden Marken verstärkt darauf achten, den Vertrieb auf Marketplaces einzudämmen und jene Händler zu bändigen, die ihrer Marke keinen Mehrwert bieten.

Einkaufswagen-Feld: Online Einkaufserlebnis
Einkaufswagen-Feld:
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4. Aufstieg des mobilen Einkaufens

Die letzte Beobachtung sollte offensichtlich sein, aber für alle, die es noch nicht wissen: Kunden nutzen mobile Geräte, um online einzukaufen. Die mobilen Amazon Statistiken zu den Feiertagsverkäufen 2015 fügen diesem Umstand mehrere Ausrufezeichen hinzu.

Größtenteils wird sich Amazon dafür verantwortlich zeigen, dass die Amazon Website für mobile Geräte und Apps optimiert ist, jedoch sollte jedem, der auf Amazon verkauft, das mobile Format bewusst sein und daher sollte jeder seine Inhalte entsprechend ein- und bereitstellen.

Mobiles Einkaufen: Online Einkaufserlebnis
Mobiles Einkaufen:
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Zum Schluss

Online Einkaufserlebnis für Amazon Kunden.

Ziel von Amazon ist seit jeher, das kundenzentrierteste Unternehmen der Welt zu sein, bei dem Kunden praktisch alles finden. Da Amazon seinen Kunden genau das bietet, was sie wollen, wächst Amazon immer weiter. Entsprechend entwickelt sich Amazon zu einer der weltweit führenden E-Commerce Plattformen.

Technische Innovationen sorgen für Wachstum, wodurch den Amazon Kunden immer mehr Produktkategorien angeboten werden können. Diese technischen Innovationen sollen jedem einzelnen Amazon Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis ermöglichen. Bspw. Stöbern in Büchern, bequeme Kassenabwicklung mit 1-Click® Shopping und diverse Community Features wie Wunschzettel w w w . amazon . d e / wishlist und viele, viele andere.

Wenn eine Innovation, die nicht die gewünschte bzw. notwendige kritische Masse erreicht, stampft Amazon sie gewöhnlich ein. Dann allerdings zumeist bekleidet von folgendem Statement:

Wir haben mit XY eine Menge gelernt und werden das Gelernte in Zukunft dafür einsetzen, für die Amazon Kunden weiterhin innovativ zu bleiben.

(oder so ähnlich)

Nicht so toll gelaufene Innovationen wie AWS oder Kindle waren zum Beispiel das Fire Phone. Aber auch Initiativen wie: Destinations, Amazon Local, Amazon Local Register oder Amazon Wallet. Viele dieser nicht weiter verfolgten Initiativen waren Nebenprojekte, sie stehen an zweiter Stelle neben dem Hauptgeschäft.

Ein paar schafften es, aber viele blieben auf der Strecke. Für Amazon ist es durchaus sinnvoll innovativ zu bleiben und neue Dinge auszuprobieren. Damit stellt Amazon sicher, bei den nächsten großen Innovationen mit dabei zu sein.

Quelle der Screenshots und Abbildungen ist Amazon DE, sofern nicht anders gekennzeichnet.

Was wird die größte Innovation für Amazon Kunden in 2016? Was meinen Sie?

Alexander hilft Marken, das Beste aus ihrer Geschäftsbeziehung mit #Amazon herauszuholen.

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