Nicht autorisierte Seller handhaben, so könnte es gelingen

Nicht autorisierte Seller zu bewältigen und gegebenenfalls zu entfernen, da sie Angebote gegen Ihre Produktdetailsites (Product Detail Page, PDP) listen, ist ein mehrstufiger Prozess. Ihr Ziel ist dabei die Reduzierung nicht autorisierter Seller und von Produktfälschungen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu beachten, dass es in der Regel nicht möglich ist, diese Händler von Ihren kuratierten PDPs zu entfernen. Ein Grund dafür ist, dass PDPs auf Amazon im Allgemeinen für alle Wiederverkäufer offen sind, die ein identisches Produkt zum Verkauf anbieten.

Dies, kombiniert mit der Beliebtheit bestimmter Markenprodukte, bedeutet, dass Produktfälscher, große (nicht autorisierte) Restpostenanbieter und sogar Privatpersonen weiterhin versuchen werden, gegen die PDPs Ihrer Marke zu Listen, um Gewinne zu erzielen.

Sofern der nicht autorisierte Seller keine gefälschte Version Ihres Produkts verkauft, werden Sie nicht viel Unterstützung von Amazon erfahren, um diese Listung aus den Angeboten auf dem Marketplace zu entfernen.

Einfach ausgedrückt, Amazon betrachtet nicht autorisierte Seller nicht als Verstoß gegen die Richtlinien.

Dies mag für Ihre Marke, die versucht, ihr Geschäft durch den Verkauf auf Amazon auszubauen, wie ein Schlag ins Gesicht erscheinen.

Dennoch es ist möglich, im Umgang mit nicht autorisierten Sellern erfolgreich zu sein. Obwohl sie gemäß der Amazon-Richtlinien auf der rechtlich sicheren Seite sind.

Damit Sie dieses Umfeld meistern können, ist der Ansatz bei CfDH, einen Rahmen zu verwenden, der:

  • sich mit dem kurzfristigen Problem befasst, Wiederverkäufer durch aktive Überwachung und Maßnahmen aus Angeboten zu entfernen.
  • eine Beweiskette (Seller-IDs, nicht autorisierte Sellernamen) erstellt, die Verwendung findet, um Angebote nicht autorisierter Seller einzuschränken (Markenschutz, Brand Gating).
  • Empfehlungen für Ihre Marke zusammenstellt (z. B. MAP-Richtlinien (nur US), die Einrichtung von E-Commerce-Regionen).

Vendor versus Nicht Autorisierte Sellern

Wie schützen Sie nun als Vendor Ihre Marke vor nicht autorisierten Sellern auf Amazon?

Vielleich sind Sie gerade erst mit Amazon gestartet und haben keinen umfassenden Plan wie CfDH. Zu Ihrem Glück existieren jedoch ein paar bewährte Methoden. Diese Taktiken könnten Sie unterstützen, mehr Kontrolle darüber zu behalten, Wer, Wo und Wie Ihre Produkte auf Amazon verkauft werden.

1 Beantragen Sie die Amazon-Markenregistrierung

Dieses Programm, für das Sie sich anmelden können (sofern Sie Hersteller oder OEM des betreffenden Produkts sind), stellt sicher, dass Dritte Ihre PDPs nicht aktualisieren können (oder so ähnlich).

Die Amazon-Markenregistrierung (Amazon Brand Registry) behindert Dritte jedoch nicht, weiterhin Listungen Ihrer Produkte zu erstellen. Mit der erfolgreichen Markenregistrierung sind Sie dann aber sehr wohl als der Markeninhaber zertifiziert, was mit neuen Möglichkeiten verbunden ist.

Viel wichtiger ist, dass Sie mit der Registrierung bei der Amazon-Markenregistrierung für spätere Schritte gerüstet sind, die Sie ergreifen können, um nicht autorisierte Seller zu stoppen.

2 Senden Sie Unterlassungserklärungen an nicht autorisierte Seller

Selbst wenn nicht autorisierte Seller nicht gegen Amazon-Richtlinien verstoßen, ist manchmal eine strenge Mitteilung ausreichend, um einen Bremsklotz von Ihrer Marke zu bekommen.

Sobald Sie klar machen, dass Sie genau hinschauen, könnte die Karawane weiterziehen, um ihr schnelles Geld an anderer Stelle zu machen.

3 Setzen Sie auf Vertriebsvereinbarungen

Beschreiben Sie in einem Vertriebsvertrag mit Ihren Handelspartnern und Händlern genauestens relevante Fragen, wie Gebietsschutz, Reichweite der Vertretungsbefugnisse, Konkurrenzschutz, Lagerhaltung, Bevorratung, und vieles mehr.

Auf dem Amazon Heimatmarketplace (US) könnten Sie zudem eine MAP Richtlinie einführen (MAP, Minimum Advertised Price). Damit könnten Sie verhindern, dass Wiederverkäufer in Ihrem Sortiment eine Preisabwärtsspirale in Gang setzten, um das Einkaufswagen-Feld zu erobern (oder so ähnlich).

Bauen Sie aber nicht zu sehr auf solche Vereinbarungen. Denn von Amazon dürfen Sie bei der Durchsetzung keine Unterstützung erwarten.

Es kann auch schwierig sein, herauszufinden, welcher Ihrer Vertriebspartner eine Vereinbarung bricht oder Bestände an Händler verkauft, die gegen Ihre Vereinbarung agieren. Aber auch dafür gibt es Lösungen.

4 Amazon hat keine Autopilot-Funktion

Denken Sie daran, dass Amazon kein Programm ist, das Sie starten und anschließend ohne weitere Verwaltung läuft und läuft und läuft. Der Schutz der Integrität Ihrer Marke kann auf Amazon manchmal sehr harte Arbeit sein.

Aber das Schlimmste, was Sie tun können, ist Ihre Marke auf den Marketplace zu bringen und sie dann sich selbst zu überlassen, während Wiederverkäufer Ihre Produkte nutzen.

Idealweise überwachen Sie Ihre eigenen PDPs und jene Ihrer Mitbewerber auf zumindest wöchentlicher Basis. Anschließend erhalten Sie einen vollständigen Einblick in Risiken und mögliche Chancen.

Brand Gating gegen nicht autorisierte Seller

All dies führt uns folglich zu einer weiteren potenziellen Lösung für das Problem nicht autorisierte Seller bzw. Produktfälscher: dem sogenannten Brand Gating. Mit diesem Programm können Sie bildhaft gesprochen einen Schutzzaun um Ihre PDPs ziehen.

Anschließend könnten Sie Wiederverkäufer daran hindern Ihre Produkte zu verkaufen. Insgesamt ist der Brand Gating-Prozess allerdings noch immer komplex und selbst für Fortgeschrittene schwer durchschaubar. Zudem ist die Durchsetzung desselben nicht für alle Marken garantiert.

Ihr Erfolg ist daher abhängig von Ausdauer, Wachsamkeit und von einer geschwinden Reaktion, sobald Amazon zusätzliche Erkundungen einholt (oder so ähnlich). Sie könnten folglich an Ihre Grenzen geraten, wenn es um die Informationsbeschaffung geht.

Denn Sie müssen möglicherweise ein überzeugendes Argument für eine Marke aufbauen, warum sie brand-gated sein sollte.

Brand Gating-Prozess: Ein Überblick

  1. Bevor Sie beginnen, müssen Sie den Status der Markenregistrierung bei Amazon prüfen.
  2. Sie müssen alle (externen) Unterlagen zur Markeninhaberschaft erfassen (z. B. rechtliche Unterlagen zur Marke, Markenzertifikate, registrierte Geschäftsdaten etc.).
  3. Der Markeninhaber muss anschließend eine Nachweiskette gefälschter Listungen sowie Beweise für Seller gefälschter Produkte bereitstellen:
    • Ein Beispiel dafür könnte die Tatsache sein, dass Ihre Marke Produkte herstellt und eine Liste autorisierter Seller pflegt.
    • Alle negativen Kundenbewertungen, die einen bestimmten Seller mit gefälschten Produkten in Verbindung bringen.
    • Versuche, Seller gefälschter Produkte zu identifizieren und zu warnen (z. B. Unterlassungserklärungen).

Das ideale Ergebnis des Brand Gating-Prozesses besteht einerseits darin, alle zusätzlichen Anbieter auf autorisierte Seller zu beschränken.

Und andererseits die Eliminierung aller nicht autorisierten Seller sowie Anbietern von gefälschten Produkten auf Ihren kuratierten PDPs.

Zum Schluss

Nicht Autorisierte Seller auf Amazon Meistern

Klingt dies alles für Sie nach einer steilen Lernkurve, nur um Produkte Ihrer Marke auf Amazon zu verkaufen?

Verzagen Sie nicht, denn Sie sind nicht allein und es gibt Unterstützung. Abgesehen von Ressourcen, die Sie online finden können, benötigen Sie möglicherweise fachkundige Rückendeckung für Ihre Marke auf Amazon.

Wahren Sie Ihre Chance auf ein kostenloses Erst-Gespräch, um zu sehen, wie CfDH Sie unterstützen kann, Ihre Marke vor nicht autorisierten Sellern und Händler von Produktfälschungen zu schützen.

Wie reagieren Sie auf nicht autorisierte Seller?

Seit 2014 trägt das Centrum für Digitales Handeln (CfDH) mit seinem Gründer Alexander Dominguez dazu bei, das Geschäft von Unternehmen im digitalen Umfeld einfacher zu gestalten.

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